Die Geschwister Pfister

The Voice of Snow White

"Leise, leise erklingt die freche Weise: Wie in slow motion bewegen sich die Pfisters als Pantomimen über die Bühne, während die Stimme des unnachahmlichen Walter Schmidinger aus dem Off rezitiert, weichen jeder Gelegenheit zum vorhersehbaren Kalauer aus, lassen sich Zeit, um die Atmosphäre immer wieder durch den unpassendsten Schlager zur unpassendsten Zeit platzen zu lassen, gleiten sanft in die zweite Story des Abends, den Kampf des alternden Hollywoodstars Joan Crawford gegen ihre hübsche Tochter Christina, hinüber und zurück. Ein subtiles Spiel mit Metaebene haben Christoph Marti und Johannes Steinbrücker da inszeniert, das langsam anläuft, aber in seinen neunzig Minuten dann aber doch mehr bietet als nur Spaß für promovierte Poststrukturalisten."
(Frederik Hanssen, Der Tagesspiegel, 2/99)

"Das Altern ist tödlich in einer Welt, die das Fehlen der Liebe durch den Zwang zur Selbstdarstellung kompensiert."
(Eugen Drewermann)

"Geschwister Pfister im Märchenland

Die erfolgreiche Schweizer Familienbande hat sich in ihrer neuesten Produktion eines alten Märchens angenommen: Schneewittchen. Die wahre Geschichte von Christine Crawford, der Stieftochter der egozentrischen Schauspielerin Joan Crawford, hat die Geschwister dazu inspiriert, vor allem das hintergründige psychische Geschehen der handelnden Figuren im strahelenden Licht einer Schein- und Show-Welt neu erscheinen zu lassen."
(BLINX)

"The Voice of Snow White - Schneewittchen - eine musikalisch-theatralische Collage frei nach den Gebrüdern Grimm, inszeniert als großes Bilder- und Musiktheater.
Die Geschwister Pfister, "die Avantgarde des deutschen Unterhaltungstheaters" (Der Spiegel), zeigen das alte Märchen vom Schneewittchen in neuem Gewande.
Im verzweifelten Kampf einer divengleichen Stiefmutter gegen die eigene Tochter finden sich die Einfachheit der Märchen- und der Glamour der Medienwelt in einem Alptraum aus Leben und Tod miteinander vereint. "Der Triumph der komischen Poesie!" urteilte "Die Zeit"."
(Radio Eins)

Die facettenreiche Gefühlswelt der archetypischen Figuren aus Märchen und Film findet ihre Entsprechung in der Musik. Aufgeführt von einem großen Streichorchester, fängt sie das Geschehen im Repertoire der Populärmusik des gesamten Jahrhunderts, vom europäischen Volkslied bis zum amerikanischen Film-Sound, ein.

Mit Streichorchester unter der Leitung von Johannes Roloff.
Die gute Königin, das Schneewittchen: Fräulein Schneider
Die böse Königin: Ursli Pfister
Der Fotograf, der Page, der Jäger, der Koch, die sieben Zwerge, die Journalistin, der Prinz: Toni Pfister
Sprecher: Walter Schmidinger

Regie: Christoph Marti und Johannes Steinbrückner.
Idee und Konzept: Christoph Marti
Arrangements, Johannes Roloff
Kostüme: Arne Bäss
Bühne: Christian Sedelmayer, Stephan Prattes
Licht: Fred Pommerehn, Sven Herzel
The Voice of Snow White ist eine Koproduktion der Bar jeder Vernunft mit dem Hebbel-Theater und der Schaubühne am Lehniner Platz.