Torbjörn Bergflödt
Wacklig soll der "Pre-Broadway"-Test gewesen sein, die Voraufführung vor der Premiere am Broadway. Aber dann wurde "Hello, Dolly!" doch ein großer Erfolg. Das 1964 am New Yorker St. James Theatre uraufgeführte Musical von Komponist und Songtexter Jerry Herman, lief 2844-mal en suite. 1969 folgte die gleichnamige Filmversion mit Barbra Streisand in der Titelrolle.
Der Zweiakter handelt von der "lustigen Witwe" Dolly Levi, welche die Zweitheirat von Horace Vandergelder vermitteln soll, aber den Plan fasst, diesen selbst zu ehelichen. Also beginnt sie, das Feld von potenziellen Rivalinnen zu räumen. Am Ende der Intrigen muss sogar der reiche und sperrige Heu- und Futtermittelhändler zum Schluss kommen, Dolly sei für ihn die beste Wahl. Vandergelders Angestellte Cornelius und Barnaby übrigens möchten sich gleichfalls in der Großstadt amüsieren, und zwar möglichst unerkannt vom Chef. Und so ist mit weiterem Liebesglück zu rechnen.
Viele berühmte Darstellerinnen sind der Ur-Dolly von Carol Channing gefolgt, darunter Ginger Rogers. 1982 wurde in England die Titelrolle mit Danny La Rue erstmals männlich besetzt. In Bern zeigen jetzt Christoph Marti als Dolly, Gerd Wameling in der Rolle des Horace Vandergelder und Tobias Bonn als Cornelius eine Neuinszenierung von "Hello, Dolly!" durch den gebürtigen Zürcher und Wahl-Berliner Stefan Huber, der schon diverse Musicals inszeniert hat und einst in Wien eine Musical-Comedy-Gruppe ins Leben rief. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Michael Frei, dem Leiter der Schauspielmusik am Stadttheater Bern. Marti und Bonn, die Bekanntheit erlangt haben als Ursli und Toni Pfister der Geschwister Pfister, spielen erstmals auf dieser Bühne.
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