Kronen Zeitung, 20.11.2007

Volksoper spezial: Benatzky-Abend mit Pfister, Minich, Eschwe
"Es muss was Wunderbares sein"

Er war ein Entertainer-Genie jener legendären Ära, als Wiens "leichte Muse" ein Pantscherl mit Stars wie Farkas, Grübaum, Marischka, Gilbert, Rotter oder Weigel hatte: Ralph Benatzky in Wien, Berlin und in der Emigration in den USA widmet die Volksoper ihre Show "Es muss was Wunderbares sein". Nostalgie pur!

Benatzky (1884 bis 1957), einem echter Wiener aus Mährisch-Budwitz, verdankte das Theater Anno 30 Operettenerfolge ("Im Weißen Rössl", "Bezauberndes Fräulein", "Meine Schwester und ich") wie Chansons und Schlager, die auch Zarah Leander und Greta Keller interpretierten: "Mein Mädel ist nur eine Verkäuferin", "Liebesgeschichten sind meistens nicht wahr", "Im Paradeisgartl", "Yes Sir".

Für die Volksoper gestaltete Christoph Wagner-Trenkwitz eine amüsante, anekdotenreich pointierte Revue, die er selbst moderierte: Unter dem Schlager-Motto "Es muss was Wunderbares sein" traten Johanna Arouas, Natalie Karl, Birgid Steinberger, Stefan Cerny, Mathias Hausmann und Thomas Sigwald an, am Flügel assistiert von Bela, Fischer, mit Alfred Eschwe am Pult.

Im Mittelpunkt Gäste: Peter Minich singt "Draußen in Schönbrünn" Und "Ich weiß auf der Wieden ...". Rührend liebenswürdig! Und Fräulein Schneider und Toni Pfister brennen ein Pointenfeuerwerk ab: Die Schneider mit dem "Schwipslied", der Toni mit "In Holly-holly-holly-wood": Da kam der Wunsch auf, beide in einer Volksopernrevue zu erleben! Jubel, Ovationen!
Karlheinz Roschitz